Hydraulisch gesteuert

Wenn ein Durchlauferhitzer hydraulisch gesteuert wird, regelt die Menge bzw. der Druck des durchfließenden Wassers die Heizleistung. Bevor der erforderliche Druck aufgebaut ist, muss etwas Leitungswasser durch den Erhitzer strömen. Die Leistung des Geräts ist auch während des Betriebs u.a. von der Durchfluss-Wassermenge abhängig.

Bei Modellen mit hydraulischer Steuerung erfolgt die Erwärmung mit bis zu drei Heizleistungsstufen. Kleinste Wassermengen können mit hydraulischen Durchlauferhitzern nicht erwärmt werden, denn zum Einschalten ist eine Mindestdurchflussmenge erforderlich. Das Zumischen von kaltem Wasser ist daher nur in Grenzen sinnvoll. Läuft zu wenig warmes Wasser, schaltet der Durchlauferhitzer komplett ab.

Vorteile

Günstiger Anschaffungspreis: Gegenüber vergleichbaren elektronischen Geräten mit ähnlicher Leistung sind hydraulische Durchlauferhitzer in der Regel preiswerter.

Dass bei älteren Modellen nur 2 Heizstufen üblich waren, ist durch die Hydraulik nicht zwingend erforderlich – auch mehr Temperierungsstufen sind möglich. Bei den aktuellen hydraulischen Modelle im Vergleich kann man über die Bedienung auf der Vorderseite aber ebenfalls nur 2 Stufen einstellen.

Nachteile

Ungewollte Temperaturschwankungen: Weil das Gerät seine Leistung über den Wasserdruck reguliert, verändert die Wassertemperatur sich an einer Abnahmestelle bei Druckschwankungen manchmal ungewollt. Das kann zum Beispiel vorkommen, wenn eine weitere Abnahmestelle ebenfalls aufgedreht wird, was zu Druckverlusten führt. Dadurch kann beim Händewaschen, Duschen oder Spülen kaltes, warmes und heißes Wasser unkontrolliert abwechseln.

Ungewolltes Ausschalten: Plotzlicher starker Druckverlust fuhrt nicht nur zu Temperaturschwankungen, sondern kann auch verursachen, dass der hydraulische Durchlauferhitzer komplett abschaltet.

Höherer Wasserverbrauch

Weil erst der erforderliche Einschaltdruck erreicht werden muss, fließt immer eine Mindestmenge Wasser ungenutzt durch das Wasserrohr. Entnahme von Kleinstmengen an warmem Wasser sind daher schwierig.

Höhere Betriebsskosten

Durch den Mehrverbrauch an Energie für das Nachregulieren und an Wasser sind die Verbrauchskosten im Schnitt als allgemein genannte Faustregel etwa 20% teurer als bei einem elektronischen Durchlauferhitzer.

Elektronisch gesteuert

Bei den elektronischen Durchlauferhitzern kann die Wassertemperatur am Gerät vorgewählt werden. Die Zumischung von kaltem Wasser kann somit entfallen. Aber auch wenn eine Mischarmatur eingesetzt wird, sogar eine thermostatisch geregelte, unterliegen echte elektronisch geregelte Durchlauferhitzer nicht mehr den Einschränkungen der hydraulischen Durchlauferhitzer, für die explizit für Durchlauferhitzer geeignete thermostatische Mischarmaturen benötigt würden.

Vorteile sind erhöhter Komfort und ein etwas besserer Wirkungsgrad, der eine Energieeinsparung bis 20 Prozent gegenüber hydraulischen Durchlauferhitzern ermöglicht, da auch kleine Wassermengen nur so stark wie nötig erwärmt werden. Die Erwärmung erfolgt weitgehend stufenlos.